Rother Tourenvorschlag


Monte Rite, 2183 m, Westanstieg

Durch das Messner-Projekt »Museum in den Wolken« ist der Monte Rite heute nicht mehr das, was er war. Von Süden, vom Cibianapass her, mit Shuttletaxis zu erreichen, überfluten heute Besucherscharen den früher kaum beachteten Berg. Eine Vorstellung von der einstigen Ruhe erhält man im Zuge des Westanstiegs von der Zoppè her, wo die über Jahre geschlossene Talaminihütte seit Sommer 2011 wieder zugänglich ist.

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Durch die Bletterbachschlucht

Durch den »Grand Canyon« der Ostalpen Sie ist wirkungsvoll versteckt in einer (auf den ersten Blick) relativ unspektakulären Landschaft und doch zählt sie zu den bedeutendsten Naturwundern Südtirols: die Bletterbachschlucht. Sie durchschneidet zahlreiche, an Versteinerungen reiche Sedimentschichten und im unteren Bereich auch den durch Vulkanismus entstandenen Bozner Quarzporphyr. Damit durchwandert…

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Rifugio Casera di Bosconero, 1457 m

Trotz zunehmenden Besuchs von Gästen, denen die Schönheiten des Gebiets zu Ohren gekommen sind, ist die Bosconerogruppe das geblieben, was sie immer war, eine faszinierend unberührte, wilde Felsregion fern von jeglicher alpiner Übererschließung. Das Rifugio Bosconero im Zentrum kann aus dem Zoldotal bei Pontesèi ohne großen Aufwand besucht werden. Mögen die unmittelbar über der Hütte aufragenden Massive der Rocchetta Alta, des Sasso Bosconero und der Sfornioi auch für schmerzhafte Halsverrenkungen sorgen, das Szenario ist fraglos unvergleichlich, grandios!

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Sarner Weißhorn, 2705 m

Zur Unterscheidung von anderen Südtiroler Weißhörnern – beispielsweise dem Eggentaler Weißhorn oder dem Aldeiner Weißhorn – heißt unser Ziel Sarner (auch Sarntaler oder Penser) Weißhorn. Erstmals bestiegen wurde der markante Berg 1822. Und 1926 schwelgte der »Hochtourist« (Band IV), das erste grundlegende ostalpine Führerwerk, hinsichtlich der Aussicht von einer »der schönsten in Tirol«.

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Durch die südliche Bosconerogruppe

Mit einer der spektakulärsten Etappen aller Dolomiten-Höhenwege prunkt Route 3 am Ende der zehntägigen Gehstrecke, mit der Durchquerung der südlichen Bosconerogruppe vom Rifugio Bosconero nach Longarone. Felskolosse aus nächster Nähe, fantastische Szenerien, atemberaubende Tiefblicke in Täler und Schluchten, sie begleiten uns auf dieser Strecke und vermitteln ein Schauvergnügen, das die Strapazen des Gewaltmarsches fast vergessen lässt.

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Col Mat, 1981 m, Überschreitung

Schwereloser Wandelgang über Wolken, Täler und Menschen Verglichen mit dem allgewaltigen Col Nudo ist der Col Mat freilich nur ein Vorberg, eine »Miniatur«. Doch seine West-Ost-Überschreitung, entlang der schmalen Gratschneide mit übersteilen Grasflanken beiderseits, vermittelt einen superben Höhengang über dem Alpago und den Talschluchten des Piave und der Gallina. Schwierigkeiten…

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Von Völs auf den Schlern

Unter den landschaftlichen Wahrzeichen Südtirols ist der Schlern eines der bedeutendsten: An seinem charakteristischen Gipfelplateau und den vorgelagerten Felszinnen der Santner- und Euringerspitze ist er aus fast jedem Blickwinkel deutlich zu erkennen. Das große Plateau ist in Mergeln und roten Sandsteinen der Raibler Schichten ausgebildet und wird gekrönt von einigen auffallenden Dolomitklötzen, wie dem Petz und ganz am Nordrand dem Burgstall, einer vorgeschichtlichen Kultstätte. Man fand dort unter anderem Gefäßscherben aus der ausgehenden Bronzezeit (Laugener Kultur) und der Eisenzeit, eine römische Bronzestatuette sowie römische Münzen.

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Großer Laugen, 2434 m

Aussichtsklassiker zwischen Ulten- und Etschtal Das Gampenjoch verbindet das Meraner Land mit der weitläufigen Mittelgebirgslandschaft des Nonsbergs, die größtenteils schon zum Trentino gehört. Von der Passhöhe aus kann man mit überschaubarem Aufwand einen der aussichtsreichsten Zweitausender Südtirols besteigen: den Großen Laugen, in Schriftsprache verwandelt »die Große Laugenspitze«. Für den Berg…

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Krumbach

Durch den idyllischen Laubgang zum ältesten Heilbad Schwabens Der Sage nach sollen die Quellen 1390 entdeckt worden sein, als man Brandschutt einer Scheune wegräumte, die der eifersüchtige Ritter Ulrich von Ellerbach mit seiner Gemahlin Adelheid darin angezündet hatte. Wie durch ein Wunder blieb der Körper der unschuldig Gestorbenen unversehrt. 1418…

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Geschichtliches bei Dinkelscherben

Ende des 19. Jh. war der Schloss- bzw. Kalvarienberg noch unbewaldet. Nur einzelne Bäume säumten den 1846 angelegten Kreuzweg. So stand die Kapelle weithin sichtbar auf der Anhöhe nördlich von Dinkelscherben, die aufgrund ihrer Exponiertheit schon früh als Siedlungsplatz genutzt wurde. Bereits vor ca. 4000 Jahren befand sich hier eine jungsteinzeitliche Siedlung, im 1. Jh. v. Chr. entstand ein spätkeltischer Herrensitz mit Pfostenschlitzmauer und Spitzgraben. Im Mittelalter folgte eine hölzerne Turmhügelburg, die dann im 11. und 12. Jh. von einer ersten steinernen Burg abgelöst wurde. Sie wurde 1231–1301 von den Rittern von Zusameck bewohnt, die als markgräflich-burgauische Dienstmannen fungierten. 1333 / 34 gelangte die Anlage an das Hochstift Augsburg, wo sie bis zur Säkularisation verblieb. Heute ist neben Wall- und Grabenresten nur noch die 1850 in neugotischem Stil restaurierte spätgotische Burgkapelle vollständig erhalten.

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