Wasserkraftnutzung an der Ammermühle bei Rottenbuch

Ehemalige Ammermühle bei Rottenbuch

Ehemalige Ammermühle bei Rottenbuch

An der Ammermühle bei Rottenbuch wird ein Wasserkraftwerk durch einen privaten Eigentümer aus Garmisch-Partenkirchen betrieben. Die Anlage wurde in den 1990er Jahren an ebendiesen verkauft. Der Standort der Wasserkraftanlage befindet sich im geschützten FFH-Gebiet „Ammer vom Alpenrand bis zum NSG „Vogelfreistätte Ammersee-Südufee““. Aufgrund von Altrechten darf die Wasserkraftanlage überhaupt in dem Schutzgebiet betrieben werden.

Seit Anfang 2015 ist eine Modernisierung der veralteten Turbine der Anlage geplant. Im Zuge der Sanierung soll auch eine Fischtreppe gebaut werden. Bisher können die Fische die Ammer im Bereich der Ammermühle nicht problemlos durchqueren.

Beim Auslauf der Turbine gibt es ein Problem: das Wasser der Ammer droht beim Zusammenfluss von Ammer und Kraftwerkskanal das Gebiet mit Kies zu verschwemmen. Eine Hochwassermauer würde dies verhindern. Eine solche Schutzmauer ist im Zuge der Sanierungsvorhaben geplant.

Es stellt sich die Frage, ob weitere Eingriffe in die Natur durch bauliche Maßnahmen zielführend sind. Die Ammer-Allianz spricht sich klar für eine naturnahe Ammer und gegen den Bau von neuen Wasserkraftwerken aus. Aber wie soll mit den bestehenden alten Anlagen umgegangen werden? Modernisierung oder Rückbau?

Weitere Informationen zum Wasserkraftnutzung an der Ammermühle unter: www.merkur.de

Bildquelle: Wikimedia

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Bisher nicht bewertet)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.