Wasserkraftwerk Berg

Bereits 2005 hat der Kreistag Starnberg beschlossen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und bis 2035 vollständig auf erneuerbare Energien zu setzen. Dies soll möglichst mit Energie aus der Region erfolgen. Dazu gehören Wind, Sonne, Erdwärme, Biomasse aber auch Wasser – z. B. steht in Berg im Ortsteil Martinsholzen ein Wasserkraftwerk. Dazu wird oberirdisch Wasser aus dem Lüßbach im Mühlkanal ca. 1.200 m abgeleitet, aufgestaut und über die Turbine geleitet.

Größenvergleich Wasserdurchlass zu menschlicher Hand

Größenvergleich Wasserdurchlass zu menschlicher Hand

Der natürliche Lauf des Wasser im Lüßbach ist allerdings aus dem Gleichgewicht geraten. Vor dem Bau dieser Wasserkraftanlage wurde auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung als Grundlage verzichtet. Das Problem der Durchgängigkeit für die Fische soll durch eine Fischtreppe behoben werden. Für die anderen Wasserlebewesen gibt es keine Lösung und ganz außen vor bleibt das Problem des niedrigeren Wasserspiegels. Die Auswirkungen auf die Wasser- und Landflora sind ebenfalls nicht berücksichtigt.

Fakt ist, dass hier wertvolle und, vor allem vom Gesetz geschützte Biotope durch die große Baumaßnahme langfristig beschädigt wurden. Womöglich wird sich der Bau auf die Flora und Fauna des Lüßbach auswirken und voraussichtlich auf längere Sicht, sich die Artenzusammensetzung, aufgrund des niedrigeren Wasserstand, verändern. Für eine genaue Erfassung möglicher Veränderung müsste eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung der Flora und Fauna rund um die Wasserkraftanlage vorgenommen werden.

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