Wasserwand, 1367 m

Ein abenteuerlicher Felskamm und gemütliche Almen

XXY1Der nordwestliche Eckpfeiler der Chiemgauer Alpen ist der Heuberg, gesprochen »Heiberg«. Das »Hei« ist in diesem Fall übrigens nicht das bairische Wort für »Heu«, sondern ist von »geheiter« (verbotener, verwunschener) Berg abgeleitet. Die bergsteigerisch interessanteste Erhebung des mehrgipfligen Bergstocks ist die steil aufragende Felsrippe der Wasserwand. Sie besteht aus Oberräth-Riffkalk, also einem hellen, festen Kalkstein, der sich bei Kletterern großer Beliebtheit erfreut. An der Wasserwand können schwindelfreie und felsgewandte Bergsteiger auch ohne Seil in die Kletterwelt hineinschmecken und dem schmalen First der weithin sichtbaren Felswand aufs Haupt steigen. Zur Abrundung der Tour lohnt sich für den Abstieg ein Umweg über die Wagneralm, die gegenüber im milden Licht der Nachmittagssonne zur Einkehr lädt. Von dort zeigt sich der Heuberg in einer schönen Gesamtansicht – so kann man die Gipfeltour noch einmal Revue passieren lassen.

Autor: Gerhard Hirtlreiter

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