Wasserwelten am Ammersee

Eine 8.Klasse der Therese Giehse Realschule aus Unterschleißheim entdeckte im Juni 2015 die Wasserwelten des Ammersees mit Umweltpädagogin Nicola Boll vom Bund Naturschutz in Wartaweil.

Eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen in Begleitung einer Lehrerin fuhren mit dem Boot auf den See hinaus, um Wassersichttiefe, Temperatur und Vogelarten auf dem Wasser heraus zu finden und zu entdecken.

Ausflug mit dem Boot

Der Ausblick vom Boot

Der Ausblick vom Boot


Bei 50m Abstand vom Land waren es 21 C mit einer Sichttiefe von 142cm.

Bei 100m 20,5 C mit einer Sichttiefe von 160cm.

Bei 150m 20,5 C mit einer Sichttiefe von 160cm

Bei 200cm 20 C mit einer Sichttiefe von 200cm

Bei 300m 20 C mit einer Sichttiefe von 210cm

Vögel, die gesichtet wurden waren Haubentaucher, Schwalben und die lachenden Möwen.

Die, die in der Zeit an Land blieben, machten sich mit den Cashern auf, Wasserproben aus dem Ammersee zu entnehmen und die gefundenen Lebenwesen unter dem Mikroskop zu bestimmen. Danach wurde abgewechselt.

Wasserproben vom Ammersee 1

Wasserproben vom Ammersee

Pflanzenbestimmung

Entdeckte Tierarten: Bachflohkrebs, Eintagsfliege, Süßwasserlungenschnecke, Muscheln, kleiner Schneckenegel, Wander-Zebra-oder Dreikantmuschel, Eikapsel erste Larven von einem Insekt (Eikapseln relativ geschützt)

Anschließend wurden die Messungen vom See besprochen und einige entdeckte Tierarten unter einem Fernsehmikrospop gezeigt.

Hier einige Zusatzinformationen zu den Vögeln:

  • Neben den oben genannten Vögeln gibt es noch die Flußseeschwalbe und auch den Fischadler von März-Mai
  • Im Winter gibt es viel mehr Vögel am Ammersee. Das hängt damit zusammen, dass Zugvögel bei uns Rast machen und hier überwintern. Hierbei handelt es sich in erster Linie um verschiedene Enten- und seltene Gänsearten.

Einige Informationen zu der Tierwelt im Wasser. Man unterscheidet hierbei die Tiere nach ihrem Stand in der Nahrungskette:

  1. Pflanzenfresser:
    1. Die Schnecken weiden die Algen ab.
    2. Wandermuscheln saugen das Wasser ein. Alles was im Wasser drin ist filtern sie aus. Sie reinigen das Wasser ab und spuken es aus wie eine Fontaine.
  2. Fleischfresser:
    1. Strudelwurm fangen u.a. kleine Krebse. Sie haben ein hohes Regenerationsvermögen. Wenn man sie in viel Teile schneidet wird aus jedem Teil wird ein neuer Wurm.
    2. Schneckenegel mit zwei Saugnäpfen ernähren sich von Schneckeneiern
    3. Eintagsfliegenlarve
    4. Köcherfliegenlarven kleben sich Steine auf ihren Körper als Schutz vor anderen Tieren.
  3. Ordnung, die alles organische Tode wieder verwehrten:
    1. Flohkrebs leben von toten Holz toten Ästen,Facettenaugen, schwarz/weißgemustert.
    2. Schlammröhrenwurm wie der Regenwurm lebt von kleinen Partikeln haben schon ein Herz und rotes Blut.

Und einige Fragen der Schüler und Schülerinnen wurden von Nicola Boll beantwortet:

  • Die tiefste Stelle des Ammersees beträgt 81 m.
  • Er ist aus der Eiszeit vor ca. 16.000 Jahren entstanden.
  • Es gibt durchaus Tiere, die man noch nicht kennt, vor allem in tieferen Schichten.

Warum sollten wir die Seen schützen und dafür sorgen, dass sie sauber bleiben?

  • Größere Seen wirken Klima ausgleichend. Sie dienen für Mensch und Tier als Trinkwasser und zur Abkühlung.
  • Bei zu hoher Einschränkung der Flußläufe und Seen steigt die Hochwassergefahr, was für uns Menschen aber auch für die Tierwelt eine Gefahr darstellen kann.

Ich danke Nicola Boll, dass ich bei ihrem Angebot Wasserwelten mit dabei sein konnte. Außerdem danke ich den beiden Lehrerinnen und der 8.Klasse der Therese Giehse Realschule für die Möglichkeit, den Vormittag zu dokumentieren.

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