Wetterkunde und Tourenplanung – Tafel 8 auf dem Geolehrpfad Herzogstand

Um einen wirklich schönen Tag im Gebirge zu erleben, ist gutes Wetter eine Grundvoraussetzung. Machen Sie sich deshalb schon vor Antritt der Tour mit der Großwetterlage vertraut. Weitere Informationsquellen sind die regionalen Wetterprognosen, der Aushang an der Talstation, Seilbahnbegleitpersonal, Hüttenwirte und Almbauern. Die Einheimischen, vertraut mit den regionalen Besonderheiten, wissen oft Näheres und geben bereitwillig Auskunft.

Regionale Besonderheiten:
Im Sommer heizen sich die südlichen Hänge von Herzogstand und Jochberg, sowie die Luft darüber stark auf. Die
warme Luft, angereichert mit dem verdunsteten Wasser des Walchensees, steigt auf. Wenn sie weiter oben auf kal-
te Luftströmungen aus dem Alpenvorland triff t, können binnen kurzer Zeit heftige Gewitter entstehen. Die Gefahr
durch Blitzschlag darf dabei keinesfalls unterschätzt werden. Besonders an Graten, auf Gipfeln oder in der Nähe
von Eisenleitern und Drahtseilen ist es dann lebensgefährlich.

Bergsteigerausrüstung © GEO-TRIP

Bergsteigerausrüstung
Jeder Wanderer sollte seine persönliche Schutzausrüstung dabei haben. Neben dem passenden Schuhwerk gehört Wetterschutzkleidung, evtl. Wechselwäsche, Verpflegung und ausreichend zu trinken ebenso dazu, wie eine Notfallapotheke zur Versorgung kleiner Verletzungen und Blasen.

Wegen der stärkeren Sonnenstrahlung in der Höhe sind eine starke Sonnencreme und eine Sonnenbrille sinnvoll. Die Skistöcke entlasten Knie und Hüften und machen das Bergabgehen angenehmer.

Erfahrene Bergfexe überlegen sich deshalb:

Wettervorhersage

  • Ist die Tour heute überhaupt sinnvoll (Gewitterneigung)?
  • Wie stabil ist die Wetterlage? Reicht die Zeit für meine Tour?
  • Wie sind die Sichtverhältnisse? Finde ich mich auch bei Nebel oder Regen zurecht?

Jahreszeitliche Besonderheiten

  • Sind die Wege auch bei ungünstigen Verhältnissen begehbar?
  • Wie lang ist es hell?
  • Liegt Schnee oder gar Eis?

Wind

  • Je heftiger der Wind, desto stärker kühlt der Wanderer aus. Hier gibt es je nach Standort große Unterschiede. Im Talkessel empfindet man die Temperatur noch angenehm, am Grat dagegen ist es kalt.

Fast jeder besitzt eines, fast überall ist es dabei. Und ausgerechnet wenn man es braucht geht es nicht – Funkloch,
Akku leer. Das Handy, es erleichtert vieles in unserem Leben. Aber darauf verlassen, dass man im Ernstfall Hilfe her-
beirufen kann, soll man sich besser nicht. Gerade im Gebirge gibt es immer Bereiche, in denen kein Signal emp-
fangen werden kann. Und wenn der Rettungshubschrauber wegen schlechten Wetters nicht fl iegen kann, kann es
viele Stunden dauern, bis wirklich Hilfe da ist. Clevere Wanderer sorgen deshalb vor. Sie haben nicht nur ihre per-
sönliche Schutzausrüstung dabei, es weiß auch immer jemand, was sie vorhaben, wo sie hingehen und bis wann
sie zurück sind.
Kehren Sie rechtzeitig um. Wir möchten Sie als Gäste wieder bei uns begrüßen. Wir wünschen Ihnen herrliche Ber-
gerlebnisse mit gutem Wetter und viel Freude in der Natur.

Alpines Notsignal © GEO-TRIP

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