Wildnis in der Stadt

Wildes München: Natur, Kreativität und Müll...leider auch das letztere.

Wildes München: Natur, Kreativität und Müll…leider auch das letztere.

Wildes München mit Wermustropfen. Wer vom Leonrodplatz ein paar hundert Meter Richtung Nordbad auf der Schwere Reiter Straße geht, kann sich rechts auf einem kleinen Pfad bis hinab zur Lothstrasse mit etwas Wildnis in München bestechen lassen. Der Pfad ist kein offizieller Weg, er führt durch verlassenen Anlagen, die in Zukunft Wohngebiet werden sollen und jetzt teilweise als Kreativ Raum genutzt werden. Klingt romantisch. Ist es auch. Die Natur holt sich sukzessive Raum zurück. Die menschliche Kreativität auch. Raum der gerade mal nicht vom Menschen wirtschaftlich genutzt wird, außer….und das ist der Wermutstropfen, als Mülldeponie. Das große Problem der Hochkulturen, wo wir sind, ist auch Müll. Laut Oceana werfen wir stündlich 675 Tonnen Müll direkt ins Meer, wovon die Hälfte aus Plastik besteht. Im Nordpazifik treibt seit Jahrzehnten ein Müllstrudel, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa (siehe WWF). Endstation Meer, den Anfang dieser verwarlosten Lebenseinstellung kann man sich auch in München ansehen. Was mir nicht gehört wird verschmutzt. Die sauberen Gehsteige sind ein Trugbild, was uns jeder Straßenreiniger Streik zeigt. Es sind die Reinigungskräfte der Nacht die uns eine Sauberkeit vortäuschen die wir im Grunde nicht leben.

Auf der Suche nach Vielfalt wurde die Klasse 4 a der Gertrud Bäumer Schule in der „Wildnis“ mit diesem Problem konfrontiert. Manche sahen das Idyll. Manche den Müll. Ein Kind wollte am nächsten Tag gleich eine Reinigungsaktion starten. Vielfalt, Natur und Müll wurden thematisiert. Konträre Themen, aber sie sind ehrlich und wichtig.

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